14.07.2020 Risikostatus, Stereotype und Stigma in der Corona Pandemie

Teil 4 der Veranstaltungsreihe zu Covid-19 und ihren Folgen des Wissenschaftsschwerpunkts Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen und des Zukunftsforums Public Health. 

Die Corona-Pandemie hat schon früh einen gesellschaftlichen Diskurs angestoßen, in dem verschiedenen Gruppen Eigenschaften und Verhaltensweisen in pauschalisierender Weise zugeschrieben wurden. Als Opfergruppen wurden, epidemiologisch nicht ganz zu Unrecht, die Alten und die Kranken herausgestellt. „Enkel schützt Eure Großeltern, indem ihr sie nicht mehr besucht“ oder „Alte, bleibt zu Hause“. Diesen (über)protektiven Appellen folgten dann bisweilen Schuldzuweisungen: „Die Mühen des Lockdown verdanken wir denen, die sowieso bald sterben werden“. Verstärkt dieser gesellschaftliche Diskurs negative Altersbilder? Werden Generationenkonflikte verschärft? Hat die Corona-Krisenbewältigung – wie von Politikern und Zivilgesellschaft mehrfach gefordert – die Solidarität gestärkt oder ganz im Gegenteil die Spaltung zwischen Teilen der Gesellschaft vertieft? Wurden soziale und gesundheitliche Ungleichheiten verschärft?

Der Hauptvortrag (ca. 30 min) steht jeweils 1-2 Tage vor dem Termin auf der Webseite des Wissenschaftsschwerpunktes Gesundheitswissenschaften unter diesem Link zur Verfügung.
Zur Veranstaltung wird der Hauptvortrag zusammengefasst und durch zwei Kurzinputs ergänzt, anschließend erfolgt eine moderierte Online-Diskussion.

Zoom Link: 17.00-18.30 Uhr

Hauptvortrag:
Es trifft sowieso nur die Alten und die Kranken“ Risikostatus, Stereotype und Stigma in der Corona-Pandemie, Prof. Clemens Tesch-Römer (Deutsches Zentrum für Altersfragen)

Kurzinputs:
N.N. – Aktuelle Informationen finden Sie auf der Veranstaltungs-Webseite

Moderation: Prof. Benjamin Schüz, Universität Bremen